Maßnahmen und Wirtschaftlichkeit
Ob und wie stark ein Netz mit Oberschwingungen belastet ist, können Experten nur mit einer genauen Analyse der installierten Betriebsmittel feststellen. Die Analyse muss über einen längeren Zeitraum an definierten Messpunkten durchgeführt und die am häufigsten vorkommenden Netzkonstellationen mit einer möglichst hohen Abtastrate erfasst werden.
Zur Begrenzung von Oberschwingungen lassen sich grundsätzlich drei Methoden nennen
- Passive Filter
- Trenntransformatoren und Oberschwingungs-Reduktionstransformatoren
- Aktive Filter
Die Nachteile von passiven Filterkreisen liegen hauptsächlich darin, dass sie lediglich für einzelne Frequenzen fest abgestimmt sind und Parallelresonanzen anregen können. Es kann zudem negative Einflüsse auf vorhandene Rundsteuerfrequenzen geben. Kommt ein Trenntransformator zum Einsatz, wird die Störung zwar vom einspeisenden Netz getrennt, jedoch bleibt sie grundsätzlich auf der Sekundärseite erhalten. Die alleinige Verwendung von Trenntransformatoren stellt somit keine Störungsbeseitigung im eigentlichen Sinn dar. Auf Grund dieser Betrachtungen sowie der immer häufiger auftretenden komplexen Störungen in elektrischen Netzen, gerät die Bedeutung von aktiven Netzfiltern immer stärker in den Vordergrund, da diese eine flexible und universelle Lösung darstellen.